Dr. Noriyo Tamura, ärztlicher Leiter der Schmerzklinik am St. Vinzenzkrankenhaus, wurde eingeladen, über „Notfallmedizin“ im Allgemeinen zu sprechen. Ursprünglich hatten wir ihn gebeten, über die Kriterien und das Timing bei der Anfrage eines Krankenwagens zu reden, aber er hatte freundlicherweise Materialien zur "Notfallmedizin im Allgemeinen" vorbereitet und diese auf sehr leicht verständliche Weise erklärt. Während des Seminars gab es eine äußerst aktive Fragen- und Antworten-Runde und es war außerordentlich hilfreich darüber zu erfahren, wie man zum Beispiel "auf Notfallsituationen reagieren sollte" oder "auf welche Dinge man im Alltag achten sollte" während des Aufenthalts in Deutschland. Beispielsweise ist es nicht undenkbar in eine Situation zu geraten, in der man sich fragt: "Was soll ich tun, wenn ich weder Deutsch noch Japanisch reden kann?". Für solche Situationen gilt zum Beispiel: "Hängen Sie einen Zettel mit den Informationen, die sie angeben müssen, schon mal an Ihren Kühlschrank auf!", "Führen Sie eine Liste mit Dingen, die sie am besten mitnehmen sollten, wenn sie in einen Krankenwagen oder in die Notaufnahme gebracht werden", was zu vielen "Ach, ja!"-Momenten führte. Es war außerdem auch sehr interessant über konkrete Notfälle, wie zum Beispiel "starke Schmerzen", "Bauchschmerzen", "Brustschmerzen", "Knochenbruch" und Ähnlichem zu erfahren. Des Weiteren wurde auf die Sorgen und Ängste der Mütter von Kleinkindern umfassend eingegangen. Auch wenn das Seminar bereits 30 Minuten länger als geplant stattfand, erhielten alle Teilnehmer des Seminars unter Anleitung eine Einführung in die "Herz-Lungen-Wiederbelebung" anhand eines praktischen Beispiels. Das Seminar war wirklich eine wertvolle Erfahrung.
Freiwillige Helferin der Abteilung für Alltagsleben, Frau Kawazoe