Aktivitäten des Japanischen Clubs

Kochunterricht: Leichtes Reismehlbrot aus der Pfanne

Am 5. Juni (DI) haben wir einen Kochunterricht veranstaltet. Unser Thema war diesmal das Backen von Reismehlbrot in der Pfanne. Die Lehrerin des Kurses, Frau Hiro Takahashi, hat nachdem bei ihrem Kind eine Weizenmehlallergie festgestellt wurde, Rezepte, bei denen glutenfreies Reismehl benutzt wird, erfunden. Doch nicht nur das. Bei Kochkursen stellt sie ihre Rezeptvorschläge Familien vor, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben und setzt sich in Kooperation mit Bauern und Landwirten auch für die allgemeine Verbreitung und Popularisierung von Reismehl ein. Frau Takahashi besuchte eine Freundin in Deutschland und bei dieser Gelegenheit ergab sich nebenher die Veranstaltung unseres Kochunterrichts. In Japan, wo häufig Gasherde verwendet werden, gibt sie regelmäßig Kochunterricht, doch da in Deutschland meist Elektroherde Verwendung finden, musste sie während ihrer kurzen Aufenthaltszeit hier bei uns prüfen, ob die Hitze ausreichend in den Teig gelangt. Doch es gelang ihr auch mit deutschen Pfannen bei schwacher Hitze und mit Restwärme den Teig weich und voll aufzubacken. Außerdem haben wir ein interessantes Experiment gemacht. Zunächst haben wir 30 g japanisches Reismehl in 30 cc Wasser aufgelöst und damit einen glatten Teig erzeugt, der leicht Fäden zieht. Auch bei der Verwendung von Weizenmehl sollten wir die gleiche Glattheit erreichen. Wir probiertes es mit hellem Weizenmehl aus Deutschland und deutschem Vollkornmehl, doch als wir 30 cc Wasser hinzufügten, erreichten wir nicht die das gewünschte Ergebnis. Es musste sehr viel mehr Wasser hinzugegeben werden, denn das Ziel war es, einen glatten Teig zu erzeugen. Damit Reismehlbrot lange frisch und lecker bleibt, muss es vor dem Austrocknen bewahrt werden.

Frau Freitag, Abteilung für Alltagsleben

S.5 links oben

Besuch des Marionettentheaters „Die Zauberflöte“ am 9. Juni

In der Nähe vom Karlsplatz gib es ein Theater, das ausschließlich Marionettentheater zeigt. In diesem Theater werden hauptsächlich an Erwachsene gerichtete Stücke aufgeführt. Als permanent bestehendes Theater ist es auch in Deutschland eine seltene Einrichtung und es war das erste Mal, dass die Kulturabteilung einen Besuch in einem Marionettentheater organisierte. Als erstes besuchten wir unter Führung des Theaterleiters Herrn Bachleitner das Lagerhaus im Keller des Theaters. Hier erklärte man uns ausführlich die Werkstatt für den Bau der Bühneneinrichtung sowie das über 500 Marionetten beherbergende Lager. Im Anschluss genossen wird die langersehnte Aufführung der „Zauberflöte“. Es war eine exquisite Performance mit zahlreichen Schauplatzwechseln und die sich lebhaft bewegenden Puppen erschienen wirklich wie echte Schauspieler. 2 Stunden vergingen so wie im Flug. Nach dem Ende der Führung erhielten wir eine Führung hinter die Bühne, die wir bis gerade noch von den Zuschauerplätzen betrachtet hatten und besichtigten dort den Aufbau der Bühnenvorrichtungen. Am Schluss dankte und verabschiedete Papageno (ein Charakter aus der Zauberflöte) jeden einzelnen Besucher. Wir waren von den feinen Bewegungen, der perfekt berechneten Bühneneinrichtung und dem geschickten Puppenspiel völlig verzaubert und hatten ein ganz erfüllendes Theatererlebnis.

Freiwillige Helferin der Kulturabteilung

S.5 links unten

(Probe-)Spargelstechen & Erdbeersammeln

Am 10. Juni haben wir für mehr als 60 Teilnehmer ein (Probe-)Spargelstechen & Erdbeersammeln
veranstaltet. Wir fuhren ca. 1 Stunde bis zum Bauernhof Schulte-Scherlebeck in der nördlich von Düsseldorf gelegenen Stadt Herten und hatten viel Spaß bei Spargel- und Erdbeerernte. Das Probe-Spargelstechen ist öffentlich nicht zugänglich und wird extra für den JC angeboten. Die Probe-Ernte der ihre Köpfchen nur ganz leicht aus den 50 cm hoch aufgeschütteten Erdbahnen herausstreckenden Spargelstangen erfolgte mit einem langen, dünnen Stechmesser. Die Arbeit ließ Kinder und Erwachsene das Drumherum vergessen und machte viel Spaß. Und auf dem Erdbeerfeld sah man viele lachende Gesichter, die an Ort und Stelle und nach Herzenslust von den Erdbeeren naschten. Beim Mittagessen in dem geschichtsträchtigen, vom Bauernhof geführten Restaurant aßen wir uns am weißen Spargel, der der Stolz des Hofes ist, sowie Kartoffeln und auf dem Hof produzierten Schinken satt. Danach konnten wir uns noch ein wenig am Einkaufen in dem auf dem Gleichen Gelände gelegenen Hofladen erfreuen und so verging ein ganzer Tag, der uns gut in Erinnerung bleiben wird, wie im Fluge.

Unterhaltungsabteilung

S.5 rechts oben


Altbier-Safari

Am 14. Juli, bei schönem Wetter das perfekt war, um Bier lecker zu genießen, trafen wir uns am Burgplatz in der Altstadt und begannen dann unsere Tour durch die Düsseldorfer Brauereien. Unser Tour-Guide war Kris, der sagte, dass er lange kein Japanisch gesprochen habe und daher sehr nervös sei. Als erstes besuchten wir die erst vor 8 Jahren gegründete Brauerei Kürzer und besichtigten die im hinteren Bereich des Lokals gelegenen Brauanlagen. Die Anlagen waren viel kleiner, als wir es uns vorgestellt hatten, doch können wohl 40.000 Liter Bier pro Jahr produzieren. Wir ließen das „Kürzer“ hinter uns und wanderten hintereinander zu den nächsten Punkten unserer Tour durch die Altstadt. Dabei passierten wir zwischendurch einen kleinen Fluss. Der Fluss war die Düssel und wir erfuhren, dass mit dem Wasser der Düssel auch Bier gebraut wird. Danach ging es zur Brauerei „Füchschen“, deren Logo ein roter Fuchs ist, zur Brauerei „Uerige”, die das bitterste Bier Deutschlands haben soll und in die Brauereien „Schumacher” und „Schlüssel”. Wir konnten dabei in einem Zug eine ganze Reihe an Bieren probieren, die alle unterschiedlichen Geruch, Geschmacksstärke und Farbe hatten. Haben Sie ihr Lieblingsbier schon gefunden? Ich mag das „Uerige“ am liebsten.

Kulturabteilung

S.5 rechts unten