Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule

Einschulungsfeier Schuljahr 2018/19

Mika SATOH, Konrektorin

An einem warmen Frühlingstag fand am 12.4.2018 die gemeinsame Einschulungsfeier für die Grundschüler und die Mittelschüler statt. Neben dem Vize-Generalkonsul des Japanischen Generalkonsulats in Düsseldorf, Herrn Shinsuke TODA, und dem Vorstandsvorsitzenden der Japanischen Internationalen Schule, Herrn Hirohito SHIMAZU, waren viele Ehrengäste zugegen, als 73 neue Erstklässler und 51 neue Mittelschüler (7. Klasse) die Seite eines neuen Kapitels in ihrem Leben aufschlugen.
Die Anwesenden mussten unwillkürlich lächeln, als die aufgeregten neuen Grundschüler und Grundschülerinnen an der Hand von Sechstklässlern in die Turnhalle geführt wurden. Ebenfalls gut in Erinnerung bleibt die Rede der Vertreterin der neuen Mittelschüler, die überzeugend vortrug, was sie sich von ihrem Mittelschulleben erhoffte und vorgenommen hatte.
Alle neuen Schülerinnen und Schüler lauschten dem Schulleiter mit leuchtenden Augen, als er davon sprach, wie wichtig es sei, sagen zu können, dass man etwas nicht verstanden hat. Er hob außerdem die Bedeutung des Grüßens und des stets pünktlichen Erscheinens hervor und sagte, dass es eine große Rolle spiele, für sich selbst Ziele zu finden. „In der Fortsetzung liegt die Kraft“ und „Misserfolgen der Vergangenheit sollte man keine Träne nachweinen“ waren weitere geflügelte Worte, die seine Rede abrundeten.
Mit insgesamt 470 Schülerinnen und Schülern startet die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf in das neue Schuljahr.

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Wir helfen einander – wir verstehen uns prima – wir sind voll dabei! Wir werden einen tollen Tag am Rhein haben!

Yufuko TANAKA, Klassenlehrerin 5b  

Auch in diesem Jahr fand wieder der Ausflug an den Rhein statt, ein Highlight unter den klassenübergreifenden Aktivitäten. Der diesjährige Slogan lautete: „Wir helfen einander – wir verstehen uns prima – wir sind voll dabei! Wir werden einen tollen Tag am Rhein haben!“ Mit diesem Gedanken machten sich alle auf den Weg.
Bei wolkenlosem Himmel und außergewöhnlich hohen Temperaturen bewiesen die Sechstklässler Verantwortungsbewusstsein, als sie die einzelnen Gruppen (die sich jeweils aus Erst- bis Sechstklässlern zusammensetzten) anwiesen, Rucksäcke und weiteres Gepäck in den Schatten zu legen, keine Brennnesseln zu berühren usw. Die Sechstklässler hatten sich auch einen speziellen „Schnick-Schnack-Schnuck-Wettkampf“ ausgedacht, bei dem alle großen Spaß hatten. Es war ein herzerwärmendes Bild, wenn Kinder unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Gruppen miteinander spielten. Als die Kinder später ihre Gedanken zum heutigen Ausflug aufschrieben, waren sie voll des Lobes für die Sechstklässler. Also war es genauso wie im Slogan: ein toller Tag!

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Die Elternpflegschaft

Das neue Schuljahr hat auch für die Schulpflegschaft begonnen. Diese besteht aus vier Vorstandsmitgliedern, einem vierköpfigen Wahlleitergremium und insgesamt 36 Klassenvertretern. Die Vorstandsmitglieder und wer gerade mit einer Aufgabe betraut war, machte sich im Zimmer der Elternpflegschaft sofort an die Arbeit. Auch in diesem Jahr werden wir mit vereinten Kräften und viel Liebe für unsere Kinder arbeiten. Die Elternpflegschaft macht ihre Arbeit „ehrenamtlich“. In diesem Adjektiv steckt das Wort „Ehre“. Wir in der Elternpfleg¬schaft empfinden es als „Ehre“, uns in einer Zeit, die es im Leben der Kinder nur einmal gibt, nutzvoll einzubringen. Wir wollen dazu beitragen, dass alle einen sicheren und immer wieder interessanten Schulalltag verbringen können.

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Lock-Down und Übergabe der Kinder an die Eltern

Takashi OGIHARA, Sicherheitsbeauftragter

Am 19.12.2016, dreieinhalb Monate, bevor ich nach Deutschland kam, wurde auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin ein Lastwagen in eine Menschenmenge gesteuert. Es kam zu vielen Toten und Verletzten. Ich erinnere mich daran, dass ich damals im Hinblick auf mein Leben in Deutschland eine große Unruhe in mir verspürte. In Düsseldorf wähnt man sich besonders sicher – wenn man jedoch die Informationen des (japanischen) Außenministeriums liest, so muss man schlucken.
In unserer Schule wurde am 14.5.das unerlaubtes Eindringen eines Unbekannten simuliert. Aus diesem Grunde wurde eine „Lock-Down“-Alarmübung durchgeführt. Das bedeutet konkret, dass Lehrer und Kinder sich in ihren Klassenräumen einschließen und ihre Anwesenheit verbergen, um das eigene Leben zu schützen. Durch wiederholtes Üben, sich in einer Extremsituation korrekt zu verhalten, sind die Kinder mittlerweile in der Lage, selbstständig Entscheidungen zu treffen und sich schnell in Sicherheit zu bringen.
Nach Beendigung dieser Alarmübung wurden per Telefonkette – existiert für jede Klasse – alle Eltern kontaktiert: Sämtliche Kinder sollten so schnell wie möglich abgeholt werden. Diese Übung warf zwar noch das ein oder andere zu lösende Problem auf, eignet sich jedoch hervorragend, um die Kooperation zwischen Schule und Eltern zu überprüfen.
Auch in Zukunft wird die Japanische Schule solcherlei Übungen durchführen, um den Kindern klarzumachen, dass jeder selbst für sein eigenes Leben verantwortlich ist.

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Text auf dem Poster: ○1 schließen     ○2 runterlassen     ○3 ausmachen    ○4 verstecken

(Übers. v. Alf Simanowski)