Aktivitäten des Japanischen Clubs

Opernbesuch: Hänsel und Gretel

Opernbesuche gehören zu den regelmäßigen Veranstaltungen der Kulturabteilung und besonders die Besuche, die von einer Führung hinter die Kulissen begleitet sind, bereiten unseren Mitgliedern viel Freude. Die am 20. Dezember aufgeführte Oper „Hänsel und Gretel“ war diesmal der krönende Abschluss unserer Opernsaison 2015. Die Veranstaltung war so beliebt, dass es sogar eine Warteliste für die Anmeldung gab und ihre Durchführung war ein voller Erfolg. Ich glaube, dass die vor der Aufführung durchgeführt Erklärung des Stücks, sowie die Führung hinter die Kulissen, für die Kinder eine tolle Erfahrung war und bestimmt zu einem schönen Weihnachtsgeschenk geworden ist. Außerdem war es sehr erfreulich zu sehen, wie einige Grundschüler bei der Erklärung vor dem Stück, ansehnlich die Hand hoben und mutig Fragen stellten.

Kulturabteilung, Kyoko Jastram

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Das Go-Turnier 2016

Das zum Jahresanfang übliche Go-Turnier wurde am 9. Januar (Samstag) mit 14 Teilnehmern durchgeführt. Der eifrige Wettstreit dauerte 5 Stunden. Den Sieg errang Frau Chizuru Yamanaka. Den 2. Platz machte ein Gymnasiast mit marokkanischen Wurzeln, Herr Chafig Bantle. Den 3. und 4. Platz belegten Herr Dr. Hajime Matsubayashi und Herr Frederik Raumann. Ich habe die Geschichte des deutschen Go-Spiels ein wenig recherchiert: Im Jahr 1881 (Jahr 14 nach der Meiji-Zeitrechnung) kam Herr Osker Kolschert nach Japan und erlernte dort, Go zu spielen. Er veröffentlichte einen Leitfaden und machte das Spiel in Europa bekannt. Man sagt, dass auch der Physiker Albert Einstein Go auf der untersten Meisterstufe spielen konnte. Mittlerweile wird Go in 70 Ländern auf der Welt gespielt und die Zahl Go-Freunde beläuft sich auf ca. 40 Millionen.

Abteilungsleiter der Go-Abteilung, Junzo Shiozawa

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Japans Liebe zum Impressionismus: Von Monet bis zu Renoir

Die Ausstellung „Japans Liebe zum Impressionismus“ wurde in der Bundeskunsthalle in Bonn abgehalten. Da am Tag unseres Besuchs Schnefälle angesagt war, sorgten wir uns darüber, ob es denn alle rechtzeitig zum Treffpunkt schaffen würden. Doch die Sorge erwies sich als unbegründet und wir konnten mit Headsets ausgerüstet die Ausstellung betreten. Die Erklärungen des Kurators wurden übersetz. Diese Übersetzung konnten wird direkt über das Headset hören und somit, während wir der Erklärung lauschten, auch andere Werke betrachten. Dies führte dazu, dass wir uns sehr effizient durch die Ausstellung bewegen konnten. In der Ausstellung wurden Werke, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von japanischen Kunstliebhabern gesammelt und danach in Museen aufbewahrt worden waren, das erste Mal nach langer Zeit wieder in ihrem Herkunftskontinent Europa präsentiert. Gleichzeitig wurden auch Werke von japanischen Künstlern, die durch die damaligen Maler des Impressionismus beeinflusst worden waren, ausgestellt. Vor kurzem habe ich in Japan eine Ausstellung mit dem Titel „Japanische Kunst, die die Impressionisten verzauberte“ besucht. Dort wurde von der starken Bewunderung, die die Maler des Impressionismus für die japanische Kunst empfanden berichtet und bei der Ausstellung in Bonn konnte man drei japanische Sammler und Maler kennenlernen, die wiederum die Maler des Impressionismus bewunderten. Warum „Japans Liebe zum Impressionismus“ die Zeiten überdauert hat und auch die heutige Generation der Japaner den Impressionismus liebt – ich glaube, ich verstehe nun warum das so ist.

Kulturabteilung, Takako Okano

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Baby-Krabbelgruppe „Akachan Goro-goro“

Die Baby-Krabbelgruppe „Akachan Goro-goro“ ist ein Treffpunkt für kleine Kinder (0 - 2 Jahre) und Ihre Eltern. Wir treffen uns einmal pro Woche im Raum „Rhein“ des Japanischen Clubs. Die Eltern plaudern und tauschen Informationen aus und die Kinder können nach Lust und Laune in dem großen Raum umhertollen und spielen. Sie denken nun vielleicht: „Und welchen Zweck verfolgt diese Gruppe?“, doch die hier verbrachte Zeit ist für Eltern und Kinder sehr wichtig. Ohne Familie oder Verwandte in der Nähe an die man sich wenden kann müssen Eltern jeden Tag den Alltag mit ihren Kindern meistern. Noch dazu in einem fremden Umfeld, mit dessen Bedingungen für die Kindererziehung man sich nicht auskennt... Da sind gute Bekannte, die ein Kind im gleichen Alter haben wichtige Ansprechpartner, deren Existenz man nicht missen möchte. Die im wahrsten Sinne des Wortes „umherrollenden Babys“ („goro-goro“ ist japanische Onomatopöie und bedeutet so viel wie „kullernd“ oder „rollend“, „Akachan“ bedeutet „Baby“) fangen irgendwann an wacklig zu laufen und sich mit den anderen Kindern auszutauschen. Dass es jemanden gibt, der diese Momente mit einem teilt und gemeinsam über die Kinder wacht, macht Mut und ist sehr dankenswert. Von Eltern, die das erste Mal zum Treffen kommen, werde ich häufig gefragt, ob es etwas gibt, dass sie vorbereiten oder mitbringen sollen. Es muss jedoch nichts vorbereitet werden. Wenn Sie Interesse haben, können Sie jederzeit unverbindlich vorbeikommen. Zum Schluss möchten wir die Gelegenheit nutzen und dem Japanischen Club, der uns einen Ort für diese Treffen bereitstellt, unseren herzlichen Dank aussprechen.

Vertreter der Baby-Krabbelgruppe „Akachan Goro-goro“

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