Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule

Schuljahr 2015/2016: 45. Verabschiedung der Mittelschüler

Kennosuke SASAKI, Klassenlehrer der 9A

Am Freitag, dem 8. Januar, fand die (vorgezogene) feierliche Verabschiedung der Neuntklässler (23 Schüler und 17 Schülerinnen) statt. Der klare, blaue Himmel schien den Schülerinnen und Schülern, die heute einen so wichtigen Schritt tun würden, seinen Segen geben zu wollen. Beim zurückliegenden Schuljahr erinnerte man sich vor allem an zwei Dinge. Da war zum einen das Sportfest, auf dem der Zusammenhalt untereinander am Ende die wichtigste Errungenschaft war, viel wichtiger als die Punkte, die man in den verschiedenen Wettkämpfen erreicht hatte. Zum anderen war allen das Schulfest in guter Erinnerung, bei dem alle an einem Strang gezogen und zusammen ein Theaterstück auf die Beine gestellt hatten. Es sind die  Gro߬ereig¬nisse, die allen in Erinnerung bleiben werden.
„Wenn es darauf ankommt, halten wir zusammen!“ Auch in der Rede der Vertreterin des neunten Schuljahrs kam dieses geflügelte Wort zur Sprache und nichts kann die Neuntklässler besser beschreiben. Die neunten Klassen waren stets voller Leben, alle halfen einander und ein ums andere Mal mussten große Anstrengungen unternommen werden, um zum Ziel zu kommen. Nach Beendigung der neunten Klasse wird jeder seinen eigenen Weg gehen, aber ich hoffe, dass die auf dieser Schule erworbene Stärke und der Zusammenhalt untereinander allen bei ihren neuerlichen Aktivitäten eine Hilfe sein werden.
Am Ende möchte ich nicht nur den Eltern, sondern auch allen anderen, die unsere Neuntklässler auf ihrem Weg so tatkräftig unterstützt haben, von ganzem Herzen für alles danken, was sie für unsere Schule getan haben.

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Traditionelle Kalligrafie zum neuen Jahr

Etsuko TOYODA, Klassenlehrerin der 1a

Beim „Ersten Schreiben“ handelt es sich um wichtiges traditionelles Kulturgut, das in Japan seit alters her praktiziert wird. Auch in der Japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf gibt es jedes Jahr eine feierliche Neujahrskalligrafie, bei der zwei Ziele verfolgt werden: ein (oder mehrere) Zeichen korrekt und wohlgeordnet aufs Papier zu bringen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, japanische Kultur und Tradition zu schätzen. Die Erst- und Zweitklässler schreiben mit dem Bleistift, während sich die älteren Kinder mit dem Pinsel ans Werk machen. In den Weihnachtsferien hatten sich viele eifrig vorbereitet. Als es dann so weit war, machten sich die Kinder mit Leib und Seele daran, in gespannter Atmosphäre die Zeichen der Vorlage so schön wie möglich aufs Papier zu bringen. Es gab freudige Gesichter bei den Kindern, die die Zeichen so zu Papier brachten, wie sie es sich vorgestellt hatten und auch Enttäuschung, wenn es nicht so lief wie geplant. Wie auch immer, beides ist ein Zeichen dafür, dass sich die Kinder intensiv mit „ihren Zeichen“ auseinandergesetzt haben. Bei Kalligrafie geht es darum, durch ernsthaftes Schreiben die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen und so Ausdauer und Geduld zu entwickeln. Ich wünsche mir, dass die Kinder dem Schreiben auch in Zukunft große Bedeutung beimessen. Die Werke der Kinder sind anschließend in der Schule ausgestellt und von vielen Eltern begutachtet worden.

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Mittelschule: Das Hundert-Gedichte-Spiel („Hyakunin Isshu“)

Asuka Futatsumata, Klassenlehrerin Klasse 8b

„Ja!“ Die konzentrierte Stille wird immer wieder von lebhaften Ausrufen durchbrochen. Auch gute Freunde und Freundinnen werden an diesem Tag zu Rivalen, die sich mit geschärftem Blick einem ernsthaften Wettbewerb widmen. Sobald die Hälfte eines Gedichtes zu Ende gelesen ist, sind hier und da kleine Aufschreie der Freude zu hören. Zuvor hatte man beobachten können, wie sich die Schülerinnen und Schüler in den Pausen gegenseitig dabei halfen, sich die Gedichte zu merken. Man konnte spüren, dass sich alle in ihren Klassen gemeinsam auf diesen Tag vorbereitet hatten.
In diesem Jahr gab es zwei Wettbewerbe: die „Grundstufe“ und „die Fortgeschrittenen“. Aus jeder Klasse waren drei Vertreter ausgewählt worden, die bei den Fortgeschrittenen an den Start gingen. Die anderen Schülerinnen und Schüler teilten sich in Gruppen auf und nahmen in der Grundstufe teil. Bei den Fortgeschrittenen gab es einen leidenschaftlichen Kampf und zwischen den sechs Erstplatzierten gab es nur jeweils eine einzige Karte Unterschied! Das beste Ergebnis wurde mit 28 Karten von einer Schülerin der achten Klasse erzielt, mit 26 Karten – hier gab es gleich zwei Gewinner – fand man sich schon auf dem dritten Platz wieder.
So ging ein guter Wettbewerb zu Ende, bei dem man sich – fernab von Japan – in die Gedankenwelt des ehemaligen Japans versetzen konnte.

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Begegnung mit dem Gymnasium Hochdahl

Shinsaku Shiba, Klassenlehrer der 7A

Am Donnerstag, dem 20.1. kam es in unserer Turnhalle zu einem Basketball-Vergleich. Aus dem Gymnasium Hochdahl kamen zehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6, aus den Klassen 7 – 9 waren acht Schülerinnen und Schüler zu Gast.
Normalerweise werden jedes Jahr im Gymnasium Hochdahl Vergleichskämpfe im Fußball durchgeführt, aber in diesem Jahr wurde in der Japanischen Internationalen Schule Basketball gespielt.
Aber es gab nicht nur eine sportliche Begegnung, sondern auch ein Rundgang durch die Schule stand auf dem Plan. In zwei Gruppen kommunizierte man auf Deutsch und auf Englisch, hier und da entstanden Gespräche mit alterstypischen Inhalten, so dass es zu einem echten deutsch-japanischen Kulturaustausch kam.
Was die Spiele anbetrifft, so gewannen die Fünft- und Sechstklässler der Japanischen Schule den Vergleich mit 16:4, während sich die Siebt- und Achtklässler mit 33:36 geschlagen geben mussten. Bei der gegnerischen Mannschaft gab es einen Spieler, der mehr als 1,85 m Körpergröße aufwies, aber die Schülerinnen und Schüler der Japanischen Schule konnte den Gästen aus Hochdahl mit ihrem Dribbelspiel und ihrer Schnelligkeit Paroli bieten, so dass es auch hier zu einem interessanten Spiel kam. Nach dem Zusammenrechnen der beiden Spiele durften sich in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Japanischen Schule über den Siegerpokal freuen. Die geröteten Wangen der Kinder gaben ein beredtes Zeugnis von der Intensität, mit der die Spiele geführt wurden.

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