Neuigkeiten aus der Japanischen Internationalen Schule Düsseldorf

44. (Vorgezogene) Abschlussfeier

Am Freitag, dem 9. Januar, wurden die Neuntklässler (16 Schülerinnen und 18 Schüler) offi-ziell verabschiedet. Die Zeremonie fand in feierlicher Atmosphäre statt und auf den Gesich-tern der Schülerinnen und Schüler konnte man, nun, da sie ihre Pflichtschulzeit absolviert hat-ten, kühne Entschlusskraft für ihren weiteren Lebensweg entdecken. In ihrem dreijährigen Mittelschul-Leben haben sowohl große Veranstaltungen wie Sport- und Schulfest als auch die  Erfahrung des täglichen Lernens dazu geführt, dass die Neuntklässler körperlich wie auch geistig gereift sind.  Es war Schicksal, dass diese Schülerinnen und Schüler sich in Düsseldorf getroffen und einen Teil ihrer Schulzeit zusammen verlebt haben. Sie haben einen großen Schritt in die eigene Zukunft getan und können sich nun darauf freuen, dass es vielleicht eines Tages zu einem Wiedersehen kommt. Ich bedanke mich für die tatkräftige Mithilfe, die mir bis heute von den Eltern und von vielen anderen zuteilgeworden ist.

Takeshi Ishizuka, Klassenlehrer Klasse 9

S.4 links oben

 

Mittelschule: Das Hundert-Gedichte-Spiel („Hyakunin Isshu“)

Am 20.1.wurde in feierlicher Atmosphäre das traditionelle japanische „Hundert-Gedichte-Spiel“ durchgeführt. Bei diesem Spiel geht es darum, möglichst schnell die Karte zu ergreifen, auf der die untere Hälfte des Gedichtes geschrieben steht, deren Anfang auf der Bühne verle-sen wird. Die Schülerinnen und Schüler hatten schon vor den Weihnachtsferien zu üben be-gonnen und wer die Ferien dann zum Auswendiglernen genutzt hatte, konnte nun die Früchte seiner Vorbereitungen ernten. Es ist immer wieder wunderbar anzusehen, wie sehr sich die Kinder bemühen. In der Einzelwertung belegte an diesem Tag eine Schülerin aus der achten Klasse den ersten Platz. Ihr war es gelungen, 41 Karten zu ergattern. In der Gruppenwertung lag am Ende die Klasse 8b an erster Stelle. Im Durchschnitt hatte jedes Mitglied 15 Karten erlangt. Das traditionelle Gedichte-Spiel hat schon mit der Ogura-Sammlung in der „Zeit der streitenden Reiche“ (Sengoku-Zeit, 1467 – 1568) begonnen, doch ganz gleich, wie viele Jahre auch vergehen, der Reiz dieses kulturellen Ereignisses verblasst nicht und jedes Jahr hat man einmal die Gelegenheit, den Geist der alten Zeit zu atmen.

Asuka Futatsumata, Klassenlehrerin Klasse 8b

S.4 links unten

 

Die Vorlesestunden

In jedem Jahr werden in der Japanischen Schule zweimal die Vorlesestunden des Japanischen Clubs durchgeführt. Die ersten Vorleseaktionen für die Grundschüler wurden in diesem Schuljahr im Oktober veranstaltet. In jeweils 45 Minuten wurde aus Bilderbüchern vorgelesen, auch mit wissenschaftlichem Inhalt, es gab Geschichten aus Japan und aus anderen Ländern und manches wurde mit von Hand gefertigten Stellwänden adäquat in Szene gesetzt. Die Kinder freuten sich über das ausgeklügelte Programm. Auch für Kinder, die nicht so viel mit Büchern anfangen können, gab es viele interessante Geschichten, die ihre Kinderherzen be-rührten. Das alles ist den Vorleserinnen aus der Bücherei-Abteilung des Japanischen Clubs zu verdanken, die so manche Stunde geopfert haben, um sich vorzubereiten. Die Japanische Schule dankt ihnen von ganzem Herzen!

Chika Swist-Tano, Leiterin der Bibliothek

S.4 rechts oben

Erste Kalligrafie im Neuen Jahr

Die „Erste Kalligrafie im Neuen Jahr“ gehört zu den typisch japanischen traditionellen Veran-staltungen. Das Ziel besteht nicht nur darin, „Schriftzeichen in harmonischer Balance“ auf das Papier zu bringen, sondern sich auch der „Bedeutung der japanischen Kultur und Traditionen bewusst“ zu werden. Daher wird das traditionelle Neujahrsschreiben in jedem Jahr in der Ja-panischen Schule durchgeführt. Die Erst- und Zweitklässler schreiben noch „mit harter Spitze“, während sich die Schülerinnen und Schüler ab der dritten Klasse schon an Werken mit einem richtigen Pinsel versuchen. In der Turnhalle saßen dann die Kinder im traditionellen Fersensitz vor dem Kalligrafie-Papier, dass sie beschreiben wollten und machten sich konzentriert ans Werk. Viele Kinder hatten schon im Trimester vor den Weihnachtsferien damit begonnen, sich auf diesen Tag vorzubereiten. Jedes Kind setzte sich nun ernsthaft damit auseinander, wie es die allerbesten Zeichen zu Papier bringen konnte, mit denen es selbst zufrieden sein konnte. Im Anschluss wurden die Werke ausgestellt, so dass sie von vielen Eltern betrachtet werden konnten.

Takahiro Matsumoto, Klassenlehrer Klasse 1

S.4 rechts mitte

„Austausch-Wochen“ mit dem Cecilien-Gymnasium

In den beiden Wochen zwischen Montag, dem 1.12. und Freitag, dem 12.12. fanden auch in diesem Jahr wieder verschiedene gemeinsame Aktivitäten mit dem Cecilien-Gymnasium (im Folgenden Ceci genannt) statt.
Die Sechstklässler nahmen im Ceci am Unterricht in den Fächern Musik und Sport teil. Lieder auf Deutsch und auf Englisch wurden zusammen gesungen, im Sportunterricht spielte man gemeinsam „Abwurfball“ (ähnlich dem japanischen Völkerball). Was die Mittelschule angeht, so hatten die Achtklässler Gelegenheit, bei einem Italienischunterricht mitzumachen. Die Klasse wurde in Gruppen aufgeteilt und bei den Aufgaben, die jeder Gruppe gegeben wurden, hatte man die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Außerdem trat am „Tag der offenen Tür“ (6.12.) die „AG für Bücherei und internationale Kontakte“ in Aktion und gab im Ceci einen Einblick in die japanische Kultur, indem sie den zahlreichen Gästen u.a. die Papierfalt-kunst Origami und japanische Kalligrafie näherbrachten.
Auch in Zukunft möchten wir uns auf die besonderen Merkmale einer japanischen Auslands-schule besinnen und regen Austausch mit deutschen Schulen pflegen.

Koji Araki, Leiter der Mittelschule

S.4 rechts unten

(Übersetzung von Alf Simanowski)