Jubiläumskonzert des 50-jährigen

Zukunftsweisende Harmonien

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©Masahiro Yasuda

Beim Jubiläumskonzert anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Japanischen Clubs wurden die japanische und deutsche Seele von mehr als 200 Akteuren beider Länder musikalisch zum Ausdruck gebracht und als sich der Vorhang schloss geschah dies unter dem großen Beifall der zahlreichen Konzertbesucher.
Ich werde sicherlich nicht vergessen, wie im Mai des letzten Jahres der ehemalige Vorsitzende und Geschäftsführer des Japanischen Clubs mit den Worten „Im kommenden Jahr begeht der Japanische Club sein 50. Jubiläum und ich möchte, dass Sie ein, das Jubiläumsjahr gebührend abschließendes, Konzert planen und produzieren.“ an mich heran trat. Genau zu diesem Zeitpunkt stand das Sommerkonzert mit Herrn Izumi Tateno kurz bevor. Obwohl ich mit den Vorbereitungen dieses Konzertes jeden Tag sehr beschäftigt war, arbeitete ich einen Plan aus und ließ mir dabei den Gedanken, wie denn ein „das Jubiläumsjahr gebührend abschließendes, Konzertes“ wohl aussehen möge, immer wieder durch den Kopf gehen. Ich behielt das Konzept eines deutsch-japanischen Freundschaftskonzertes mit feierlichen Musikstücken, vorgetragen von einem gemischten Chor und Orchester dabei stets vor Augen und sprach mich immer wieder mit dem Dirigenten, Herrn Ishikawa, ab, um diesen Plan zu verwirklichen. So konkretisierten wir schließlich das Programm und Konzept des Jubiläumskonzertes. Da bei einem solchen festlichen Konzert ein Auftragswerk nicht fehlen darf, überlegten Herr Ishikawa und ich ein solches Stück anlässlich des 50. Jubiläums uraufführen zu lassen. Dabei baten wir die Komponistin Frau Kuniko Soma – zunächst vergeblich – darum, uns ein Lied zu komponieren. Im Rahmen von wiederholten Besprechungen entwickelte sich so, inspiriert von der Idee, dass das Stück auf einem Kinderlied basieren sollte, das Lied „Kai – Kindheitserinnerungen“. Wenn man Stücke von Wagner oder anderen Komponisten spielt, die Komponisten nicht nach ihrem Vorhaben oder nach der wahren Bedeutung ihrer Stücke fragen kann, ließ die Möglichkeit, sich bei der Komponistin nach der Ausrichtung des Stückes und ihren persönlichen Gefühlen gegenüber der Komposition erkundigen zu können, ein Gefühl der Verbundenheit mit dem Lied spüren, was ein wahrer Hochgenuss war.
Die gemeinsame Erarbeitung des Stücks mit der Komponistin und den anderen Projektmitgliedern war eine wertvolle Erfahrung. Das fertige Werk enthält sowohl für Japaner als auch für Deutsche viele nostalgische Melodien und hat von den beteiligten deutschen Musikern und Gästen, aber natürlich auch von den japanischen Zuhörern großes Lob erhalten.

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©Masahiro Yasuda
Frau Kuniko Soma, Komponistin von „Kai“ & „Furusato“

Beim diesmaligen Jubiläumskonzert hat ein japanisch-deutscher Kinderchor gemeinsam mit dem gemischten Chor der Erwachsenen gesungen und uns mit seinem entzückenden Auftritt erfreut. Bei diesem Konzert standen sowohl Chor und Orchester als auch Kinder und Erwachsene, Japaner und Deutsche auf der Bühne, die mit großartiger Harmonie gemeinsam musiziert haben. Dies ist ein weiterer Schritt auf die interkulturelle Zusammenarbeit in der Zukunft.
An dieser Stelle möchte ich Frau Kuniko Soma danken, dass sie bei diesem Jubiläumsprojekt die Rolle der Komponistin übernommen hat. Darüber hinaus möchte ich allen am Jubiläumskonzert beteiligten Institutionen und Vereinen, alle weiteren Mitwirkende und allen Gästen, die uns mit Ihrer Anwesenheit beehrt haben, meinen tief empfundenen Dank aussprechen.

Ausführender Produzent und Leiter,
Herr Masaki Ono


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©Masahiro Yasuda
Eine Szene von der Generalprobe aus dem Stück „Kai“ mit einem japanischen Tritonshorn

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©Masahiro Yasuda
Zigeuner Chor aus der Oper „Il Trovatore“ von G.Verdi
Der Dirigent, großer Eisenbahn Fan, schlägt fröhlich auf den
zugeschnitten Eisenbahnschienen, um den Effekt Klang des Schmiedes zu
erzeugen.

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©Masahiro Yasuda
Deutsch-Japanisch Kinder, Musik verbindet Freundschaft und Harmonie.