Während der Aufführung kam mir immer wieder ein Gedanke: „Wenn ich als Kind die Möglichkeit gehabt hätte, an einer solchen Produktion mitzuwirken, wäre ich vielleicht ein etwas anderer Erwachsener geworden.“
Ein echtes Opernhaus, professionelle Bühnenbilder, ein Orchester auf höchstem Niveau und ausgebildete Opernsängerinnen und Opernsänger – die rund 40 Kinder, die als Pinocchios auf der Bühne standen, waren von einer Fülle authentischer künstlerischer Erfahrungen umgeben. Es ist kaum vorstellbar, welchen Eindruck diese Erlebnisse bei ihnen hinterlassen haben müssen. Ehrlich gesagt: Ein wenig neidisch war ich schon.
Gleichzeitig handelte es sich bei Pinocchio um eine Neuproduktion dieser Spielzeit. Die Inszenierung wurde unter Einbeziehung von Kindern entwickelt und setzte sich mit der Frage auseinander, was eine gute und zeitgemäße Erziehung ausmacht. Dabei wurde die bekannte Geschichte von Pinocchio neu interpretiert und weiterentwickelt.
In gewisser Weise ist nicht nur die Geschichte von Pinocchio eine Erzählung über Wachstum und Entwicklung – auch dieses Bühnenwerk selbst ist gemeinsam mit den beteiligten Kindern „gewachsen“. Als Zuschauer Zeuge eines solchen kreativen und pädagogischen Prozesses zu werden, war ein besonderes Privileg.
Wenn die 22 Kinder, die im Rahmen des Japanischen Clubs gemeinsam mit uns diese Oper besucht haben, durch die Aufführung neue Eindrücke gewinnen konnten oder in irgendeiner Form davon inspiriert wurden, dann freut mich das als Mitorganisator dieser Veranstaltung ganz besonders.
Freiwillige der Kulturabteilung, Frau Nakamura
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